Bericht von der 2. Bundesliga aus Illingen

Wenn einer eine Reise tut, dann hat er was zu erzählen:

Vilsbiburger Eindrücke von Ihrem ersten BuLi Wochenende

 

Samstag 5.30 Uhr gings los in Vilsbiburg. Die Youngster Sebastian Rödl und Raith Maximilian trafen pünktlich bei mir ein. Danach spielten wir „Lumpensammler“. Tino Regen wollte in Erding abgeholt werden und mit Uwe Rasch und Oliver Steck trafen wir uns dann in Offingen bei Ulm. Das Wetter war zum Fahren mehr als bescheiden. Schnee, Regen und Wind machten uns zu schaffen. Dazu kam, dass mir mein Routenplaner am PC glatt mal 100 km unterschlagen hatte.  Wir saßen in den beiden Auto´s also auf Kohlen und mussten uns überlegen, ob wir hinter Karlsruhe die Landstraße oder den Umweg über die Autobahn nehmen wollten. Wir entschieden uns für die Landstraße, was in Primasens prompt im Stau endete. Tja, zum Glück gibt’s jetzt Handys und auch die Turnierleitung des DTFB war sofort erreichbar. Kein Problem das ganze, um 11.10 Uhr trafen wir ein.

Wir wurden schon sehnsüchtig von den „Roundhauskicks“ aus Jena/Halle erwartet, sollte unser Spiel doch schon um 11 Uhr begonnen haben. Kurz ein paar Minuten warmspielen und dann ging es schon los. Abwechselnd auf Leonhart und Tecball. Die 10 Minuten, die wir zu spät waren, holten wir beim Spielen schnell wieder rein. Mit Jena machten wir kurzen Prozess und gewannen 30 : 2. Die einzigen beiden Punkte gaben Oli und Tino jeweils mit einem Unentschieden ab. Auch unsere 2 Jungen holten 4 Siege im Doppel. Yippie, so kann es weitergehen.

 

Als nächsten Gegner hätten wir dann die „Kickernation“ aus Stuttgart vor der Brust gehabt. Mit Oktay Mann, Thomas Riem, Christian Wollmann und Co. mit Sicherheit eine schwere Aufgabe und so was wie ein erster Prüfstein. Aber, die Jungs waren einfach nicht da. Uns wurde mitgeteilt, dass sie kurzfristig am Freitagabend abgesagt hatten. So durften wir uns ein 32 : 0 schreiben, obwohl wir lieber gespielt hätten.

 

Wir hatten nun eine lange Mittagspause und nutzten diese zu einer ausgedehnten Suche nach einem Speiselokal. Das ganze gestaltete sich gar nicht mal so einfach, aber am Ende gingen wir zum Chinesen.

 

Frisch gestärkt trafen wir im 3. Spiel auf den „Shotclub“ aus Wiesbaden. Hier waren z. B. Bodo Fipan und Uwe Dillmann bekannte Gesichter. 1 Unentschieden von Oli und 3 weitere Niederlagen am Stück – und plötzlich lagen wir mit 1 : 7 im Rückstand. Danach konnten wir scheinbar den Schalter umlegen, und Maxi & Basti blieb es vorbehalten, mit einem Doppelsieg den 22 : 10 Triumph einzufahren. War wieder eine geschlossene Teamleistung.

 

So nebenbei schauten wir uns mal um, wer aus unserer Gruppe denn gefährlich werden kann. Es musste ja auch nicht lange gesucht werden, da sahen wir schon den Björn Brose mit seinen „Hinkelsteinen Hamburg“. Mit diesen werden wir aber erst in der Rückrunde unsere Klingen kreuzen. Da versprechen dann auch die Partien gegen „Partisan Hannover“ und „Berliner Kickerbetriebe“ spannend zu werden. Mal schauen, vielleicht ist bis dahin dann ja auch der Jürgen Siebenrock wieder fit und Christian Wagner für die Einzeln dann wieder an Bord.

 

Nach dem Sieg gegen Wiesbaden hatten wir den „KC Bremerhaven“ vor der Brust. Einzig bekanntes Gesicht bei denen war Ron S., den Oli und ich von seiner früheren Turnierzeit kannten. Es war eine ziemlich einseitige Partie in der wir soviel Fun wie selten zuvor hatten. Ron machte während der Spiele seine Späßchen, wusste er doch, dass er mit seinen Jungs keine Chance hatte. Behutsam will er die Nordlichter aufbauen und dafür ist die 2. BuLi mit Sicherheit eine gute Veranstaltung. Diese nutzten auch wieder Basti und Maxi und fuhren Sieg um Sieg ein. Bemerkenswert, wie schnell sie ihre anfängliche Nervosität in den Griff bekamen. Mit einem überzeugenden 25 : 7 Sieg beendeten wir diese Partie.

 

Das war dann für uns der Samstag –  Punkt- und Torgleich mit Björn´s Hamburgern lagen wir an der Tabellenspitze.

 

Anzumerken ist, dass man bei den Tecballtischen scheinbar zu faul war die untere Längsverstrebung der Tische zu montieren. Dies hatte zur Folge, dass diese wackelig wie ein Kuhschwanz waren. Außerdem hatten die Teams mit den durchdrehenden Griffen zu kämpfen. Bei den Leonhart-Kickern, die rein technisch in einem hervorragendem Zustand waren, bleibt anzumerken, dass sie aufgrund einer irgendwie stumpfen Spielfläche enorm langsam zu spielen waren.

 

Wir ließen den Samstagabend beim Griechen mit süßer Weissweinschorle und Ouzzo ausklingen. Danach noch ein wenig an die Hotelbar und so um 1 Uhr verabschiedeten sich alle in die Betten.

 

Pünktlich um 8 Uhr traf man sich zum Frühstück und zur Besprechung über die heute auf dem Plan stehenden Gegner. Das erste Sonntagspiel ging gegen die „SG Theley/Marpingen“ aus dem Saarland. Auch hier wurde das ganze recht einseitig. Wir waren trotzdem alle recht fasziniert, wie schnell man Pinshot´s aus dem Handgelenk schießen kann. Aber auch das half unseren Gegnern nicht viel, denn mit den Bandenschüssen unserer Torleute können die Saarländer nicht wirklich viel anfangen. Sie schimpften immer, dass wir doch besser Billard spielen sollten. So kam am Ende ein glatter 26 : 6 Sieg zustande. Wir kamen uns vor, als ob wir Zaubertrank genommen hätten.

 

Genau dieser leichte Anflug von Arroganz sollte uns im Spiel gegen den „MRC Marburg“ fast zum Verhängnis werden. Ein leichter Schlendrian, gepaart mit ein wenig arg viel Glück für den Gegner, und schon wurde es eng. Wir starteten mit 4 Unentschieden und einer Niederlage in die Partie. Danach mussten wir ständig einem Punkt Rückstand nachlaufen. Aber wieder kam es, wie in den Ligaspielen ja auch üblich, zu unserem Zwischenspurt, so dass wir mit 16 : 12 in Führung gehen konnten. Uwe und ich verloren unser letztes Doppel arg unglücklich, und auch unseren Youngstern erging es nicht besser. Nachdem sie beim Stand von 4 : 5 eine Reihe von Matchbällen verschossen, kam es wie es kommen musste. Mit einem Megaei über einige Banden kassierten wir hier das 4 : 6, so dass es am Ende 16 : 16 stand. War aber ein gerechtes Ergebnis, das wir uns selbst zuzuschreiben hatten.

 

Nach dieser Partie musste ich erst mal ein paar hängende Köpfe wieder aufrichten. Man konnte meinen, wir hätten grad eine Niederlage kassiert. Aber es war ja nix weiter passiert, außer dass Hamburg nun einen Punkt in der Tabelle vor uns lag.

 

Für das 7. und letzte Spiel an unserem ersten BuLi-Wochenende bekamen wir es dann mit den nächsten Saarländern, dem  „TFC Ludweiler“ zu tun. Diese mussten unseren ganzen Frust spüren, waren sie doch erstaunt, mit welchem Ehrgeiz wir spielten. Trotzdem konnten die Saarländer mit ihrer unkonventionellen Spielweise immer wieder mal einen Sieg landen. Und bei einem Spiel, das nur bis auf 6 Tore geht, ist es auch mal schnell vorbei.  Am Ende stand aber auch hier ein ungefährdeter 22 : 10  Erfolg auf dem Spielplan.

 

So konnten wir die lange Heimreise nach Bayern mit einem Punktverhältnis von 13 : 1 und einem 2. Tabellenplatz antreten. Das macht für die Rückrunde im September gehörig Mut.

 

Alles in allem muss man aber sagen, dass das Niveau in der 2. BuLi doch recht unausgeglichen ist. Die Turnierleitung vom Samstag hatte auch nicht unbedingt ihren besten Tag. Ein recht unfreundlicher Herr hinter dem Laptop konnte sich nicht verkneifen immer mal wieder blöden Sprüchen abzulassen. Hier werden sich noch einige Teamvertreter beschweren. Aber das kann uns ja egal sein, wir sind mit dem Wochenende mehr als zufrieden. Mit einer ausgeglichenen Leistung und 2 aufstrebenden jungen Spielern sind wir auf dem Weg in Richtung 1. Bundesliga.

 

 

Kurt Seisenberger

Soccerteam Vilsbiburg

 

 

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